Sie überzeugte mit einer unprätentiösen, aber überaus souveränen, einfühlsamen und distinguierten Vortragskunst, mit eindringlicher musikalischer Rhetorik, ausgefeilten und sinnfälligen Verzierungen und Koloraturen. Ein eloquentes Plädoyer für Sigismondo, vierhundert Jahre danach. (Süddeutsche Zeitung)
Diese ganze Dynamik, Spannung und Anklage fand ihren perfekten Ausdruck in dem Gesang von Gundula Anders. Die Sopranistin überzeugte nicht nur durch ihre technische Brillanz, sondern auch durch ihre selbstbewußte Interpretation. (Süddeutsche Zeitung)
Gundula Anders vermochte dem Textgehalt mit dem erforderlichen dramatischen Impetus, voller emotionaler Identifikation und weit gespannten Ausdrucksbögen zu begegnen. (Kreisnachrichten Calw)
Virtuose Koloraturen und Verzierungen meistert sie problemlos, sie setzt ihr kultiviertes Vibrato sparsam und gezielt ein, verfügt über eine ungeheure Bandbreite an dynamischen Möglichkeiten, gestaltet überzeugend Affekte. (Mittelbayrische Zeitung)
In der Arie Aus Liebe will mein Heiland sterben reifte Gundula Anders Sopran in großer Intensität und Schönheit, schien aus den verwobenen Klängen von Flöten und Oboen zu wachsen und zu blühen. (Buxtehuder Tageblatt)
Gundula Anders und Marek Rzepka lieferten sich ein musikalisches Duell auf höchstem Niveau. (Leipzig-Almanach)
Anders hingegen wagt einige Extreme: Sie setzt Stimmfarben bewusst ein, entscheidet sich für eine viel freiere Tempogestaltung mit abrupten Kontrasten und für eine weit größere dynamische Bandbreite und kommt damit dem Affektgehalt deutlich näher. Dadurch wird auch die starke theatralische Suggestion einiger Lamenti erfahrbar. (Fono-Forum)
Mit ihrer klaren Stimme und großem Einfühlungsvermögen weiß Gundula Anders die gewaltige dramatische Kraft dieser reichen Musik auf überzeugende Weise zu vermitteln, dabei prächtig begleitet von Richter und Perl. Die drei Ausführenden genießen hörbar alle feinen Subtilitäten und unerwarteten Wendungen. Die goldene Kombination von technischem Können und intensiver, mitreissender Interpretation dieser Musik macht, dass man 70 Minuten an den Boxen kleben bleibt. (Luister)